Thomas Bachler "Tatorte - Arbeiten mit der Camera Obscura" Atelier für Mediengestaltung
Schanzenstraße 27
Köln, 51063, Germany
DATES: Monday, March 17, 2008 - Friday, May 30, 2008
RECEPTION: Sunday, March 16, 2008 at 11:00 AM
Hours of operation: Monday to Friday, 10 am to 6 pm
Contact:
Telephone: ++49/30/29000366
Web Site: http://www.randgebiete.de/
Die Ausstellung Tatorte zeigt Motive einer trügerischen Idylle. Vom Täter fehlt mal wieder jede Spur, war doch die Belichtungszeit zu lang, um ihn festzuhalten. Die Fotografie wird zum Indiz. Genau wie der kriminalistische Schauplatz selbst, kann sie nur auf den Täter verweisen. Das Kölner Atelier für Mediengestaltung zeigt die Ausstellung Tatorte vom 16. März bis 30. Mai 2008. Die Eröffnungs-Matinée findet am Sonntag, den 16. März um 11.00 Uhr statt.
Ein Pistolenschuss bringt Licht ins Dunkel
Thomas Bachlers Tatorte sind Aufnahmen mit einer zunächst vollständig geschlossenen Camera Obscura, bei der ein Pistolenschuss das zur Belichtung notwendige Loch schafft und zugleich das spätere Bild in Gestalt eines hellen Flecks sichtbar durchschlägt. Wie im richtigen kriminalistischen Leben ist es die Tat, die den bis dahin unschuldigen Ort zum Tatort macht. Thomas Bachler, Jahrgang 1961, lebt und arbeitet in Dresden. Er gilt als einer der wichtigsten Künstler in Deutschland, der sich intensiv mit der Lochkamera befasst hat. Er ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund und in der Deutschen Fotografischen Akademie.
Der Schuss als fotografische Tat
Dr. Thomas Niemeyer, Mitglied der Kuratorenwerkstatt an der Kunsthalle Fridericianum, Kassel, sieht in Bachlers Tatorten einen geläufigen Begriff in der Anwendung, wenn nämlich Fotos geschossen werden. „Das Wort ist in diesem Zusammenhang so vertraut, dass die agressiv anmutende Umkehrung des Vorgangs, den wenigsten noch auffällt, so Niemeyer. „Bereits im späten 19. Jahrhundert als die fotografische Technologie erstmals Kurzzeitbelichtungen aus freier Hand und von bewegten Objekten erlaubte, etablierte sich der Begriff des Schnappschusses. Er wurde zum treffenden Synonym für die aktive Blickbeziehung, die der fotografischen Tat stets zugrunde liegt.“